„Ein Kinderhospiz ist ein Ort, den man nicht sucht. Aber man möchte ihn finden, wenn man ihn braucht.“ So fasst eine betroffene Mutter zusammen, wie viel Hilfe, Verständnis und Geborgenheit sie und ihre Familie im Kinderhospiz Bärenherz erfahren haben. Hier werden die Kinder qualifiziert gepflegt und liebevoll betreut und die Eltern von der Diagnose bis zum Tod des Kindes und darüber hinaus begleitet. Rund um die Uhr, an 365 Tagen im Jahr.

Das eigene Kind beim Sterben zu begleiten ist das Schlimmste, das Eltern widerfahren kann. Die Wiesbadener Bärenherz Stiftung macht es sich seit ihrer Gründung 2003 zur Aufgabe, für Menschen da zu sein, die diese Grenzsituation erleben müssen. Sie finanziert die beiden stationären Kinderhospize in Wiesbaden, das einzige in Hessen, und in Markkleeberg bei Leipzig sowie eine Dauerpflegeeinrichtung für schwerstbehinderte Kinder und Jugendliche in Heidenrod/Taunus durch Spenden und Geldauflagen.

FAMILIEN BRAUCHEN DIESEN GESCHÜTZTEN ORT

„Wir können den Tod nicht aus unserem Leben löschen und auch nicht den Tod von Kindern. Wir können aber in der schwierigsten Lebenssituation einer Familie eine Herberge anbieten, in der sie Verständnis, Nähe, Hilfe und Empathie erfährt – die ganze Familie und ohne Unterscheidung der sozialen oder kulturellen Herkunft“, erzählt Claudia Langanki, Leiterin des Kinderhospizes Bärenherz.

Anders als viele erwarten, steht hier das Leben im Mittelpunkt, nicht der Tod. „Wir leben gemeinsam, wir lachen, wir haben Spaß miteinander. Wir sind traurig, wir weinen und wir trösten uns. Leben und Tod sind untrennbar und finden bei uns eine Heimat. Niemand ist allein, rund um die Uhr gibt es Ansprechpartner, liebevolle Pflege und das Gefühl, verstanden zu werden. Wir schaffen eine relative Normalität ohne Zeitdruck, ohne weiße Kittel, ohne straffe Planung. Die Bedürfnisse der Kinder und Familien sind das Wichtigste.“ Auch nach dem Tod des Kindes betreut Frau Langanki mit ihrem Team die Familien weiter, wenn dies gewünscht wird.

– Bärenherz Stiftung