Der Schlaganfall bleibt mit seinen schlimmen Folgen eine große Herausforderung — für die Betroffenen, für deren Umfeld und für die ganze Gesellschaft. Die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe klärt mit präventiver Arbeit über Risiken des Schlaganfalls auf und begleitet Patienten nach einer stationären Behandlung.

Pro Jahr erleiden 270.000 Menschen einen Schlaganfall in Deutschland. Darunter sind rund 30.000 Menschen unter 55 Jahren. Und kaum jemand weiß: Selbst Kinder können einen Schlaganfall erleiden.

Der Schlaganfall ist die häufigste Ursache für Behinderungen im Erwachsenenalter und verändert das Lebender Betroffenen und Angehörigen von einer Sekunde auf die andere. Immer ist es ein dramatischer Einschnitt im Leben der Betroffenen und ihrer Angehörigen. Ohne Hilfe ist der Weg zurück in ein sorgenfreies Leben kaum möglich.

ETWA 70 PROZENT SIND VERMEIDBAR

Ein Schlaganfall entsteht durch eine Unterversorgung des Gehirns mit Sauerstoff und Nährstoffen. In etwa 80 Prozent der Fälle ist ein plötzlicher Gefäßverschluss dafür verantwortlich, in rund 20 Prozent ist es eine Gehirnblutung.

Von Beginn an hat es sich die Stiftung zur Aufgabe gemacht, so viele Schlaganfälle wie möglich zu verhindern. Durch Medien, Veranstaltungen und unzählige persönliche Kontakte klärt sie Menschen über ihre Risikofaktoren auf und zeigt ihnen den Weg zu einem gesünderen Leben auf. Diese Aufklärung ist lebenswichtig. Denn 70 Prozent aller Schlaganfälle wären vermeidbar.

AMBITIONIERTE ZIELE

Viele Menschen kennen heute die Symptome eines Schlaganfalls und handeln im Verdachtsfall richtig: Sie setzen den Notruf 112 ab. Auf mehr als 320 Schlaganfall-Spezialstationen, den sogenannten Stroke Units, werden Patienten heute hervorragend versorgt. Deshalb überleben inzwischen fast doppelt so viele Menschen einen Schlaganfall als vor 25 Jahren.

Doch es bleibt noch viel zu tun. Denn oft fallen Patienten nach der Entlassung aus der Klinik in ein tiefes Loch, weil niemand sie in den neuen Lebensabschnitt begleitet, bis sie wieder in der Lage sind, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Wie geht es mit der ambulanten Reha weiter? Welche Hilfsmittel benötige ich? Kann ich wieder Auto fahren oder in den Beruf zurückkehren? Und wie beuge ich einem weiteren Schlaganfall vor? Viele Fragen kann die Schlaganfall-Hilfe mit ihrem kostenlosen Beratungsservice und ihrem vielfältigen Informationsangebot beantworten, dennoch entsteht eine Versorgungslücke.

Die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe setzt sich deshalb dafür ein, dass die Schlaganfall-Lotsen in die Regelversorgung der Krankenkassen aufgenommen werden und kein Patient nach der Entlassung allein mit seinen Problemen ist. Solche Lotsen begleiten betroffene Patienten über einen längeren Zeitraum und unterstützen sie bei allen Fragen – vom Führerschein bis zur Rauchentwöhnung.

ZUWEISUNGEN SCHAFFEN HOFFNUNG

Die Zuweisung einer Geldauflage ist für die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe ein wichtiger Baustein zur Sicherung dieser Vorhaben. Wie groß der Bedarf an Unterstützung ist, erfährt die Organisation täglich im Kontakt mit den Menschen.

 

– Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe