87 Prozent aller Deutschen möchten in einer inklusiven Gesellschaft leben und finden das Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung wichtig. In der Realität sind wir davon allerdings noch weit entfernt. Die Aktion Mensch möchte als zentrale Impulsgeberin die Entwicklung zu einer inklusiven Gesellschaft vorantreiben.

Die Soziallotterie setzt sich mit Förderangeboten und Aufklärungsmaßnahmen für mehr Inklusion ein. Alle Maßnahmen dienen dem Ziel, das gleichberechtigte Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung zu fördern.

Helfen können dabei Begegnungen – sie ändern die persönliche Einstellung und schaffen so ein positives Klima für eine inklusive Gesellschaft. Schon heute gibt es gelungene Beispiele, wie Inklusion in vielen Bereichen des Lebens Realität sein kann – sei es am ersten Arbeitsmarkt oder in der gemeinsamen Freizeitgestaltung von Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen.

LERNWERKSTATT „VILLA KUNTERBUNT“

Beispielhaft hierfür ist die „Villa Kunterbunt“ in Berlin. Hier können Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam forschen, spielen und ihren Entdeckergeist ausprobieren. Jungen und Mädchen aus zwölf Einrichtungen des Berliner Viertels profitieren von dem modernen Bildungsort.

In der Kita gibt es kein vorgegebenes Programm: Wenn die Lernwerkstatt des Kreisverbands Südost der AWO Berlin ihre Türen öffnet, sind Neugier und Eigeninitiative der Kinder gefragt. Ihnen stehen Spielstationen mit jeder Menge Material zum Anfassen und Ausprobieren zur Verfügung. Die offene Lernatmosphäre eignet sich bestens, um die Welt zu entdecken und den Übergang von der Kita zur Schule zu erleichtern.

Die Lernwerkstatt ist zwar in der Kita „Villa Kunterbunt“ angesiedelt. Doch auch Kinder aus anderen Einrichtungen der Umgebung kommen regelmäßig, um hier gemeinsam zu spielen und zu staunen. Die Aktion Mensch unterstützt die Stadtteil-Lernwerkstatt der Kita „Villa Kunterbunt“ mit 210.000 Euro.

VIER PFOTEN FÜR DEN KINDERGARTEN

Auch das Projekt „Vier Pfoten“ der inklusiven Kindergärten „Pusteblume“ ist ein schönes Beispiel für Inklusion von Anfang an: Wenn Fellfreundin Emma einmal in der Woche in die Kindergärten kommt, leuchten die Augen der Jungen und Mädchen. Die Therapiehündin hilft den Kindern der inklusiven Einrichtung dabei, stark und selbstbewusst zu werden.

Begrüßt wird die freundliche Hündin von allen Kindern. In zwei kleineren Gruppen kommen dann drei- bis sechsjährige Kinder mit und ohne Behinderung näher in Kontakt mit dem Tier. Durch die spielerischen Begegnungen stärken die Kinder ihr Selbstvertrauen und ihre sozialen Fähigkeiten. Begrüßen streicheln, beobachten, füttern und Kommandos geben: Mit großer Freude an der Sache erfahren die Kinder viel Neues über den Umgang mit dem Haustier. Gleichzeitig bauen sie Ängste ab und stärken ihr Selbstwertgefühl. Die Aktion Mensch unterstützt den Einsatz eines Therapiebegleithundes in den Heidelberger Kindergärten „Pusteblume“ mit 5.000 Euro.

Seit ihrer Gründung 1964 setzt sich die Aktion Mensch für eine Gesellschaft der Vielfalt ein. Um das zu erreichen, fördert sie gemeinnützige Projekte und trägt mit Aktionen und Kampagnen ihre Anliegen in die Öffentlichkeit. Geldauflagen unterstützen sie dabei, die Lebensbedingungen von Menschen mit Behinderung zu verbessern und das Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung in der Gesellschaft zu fördern.

 

– Aktion Mensch