Die Stiftung Deutsche Demenzhilfe hat die Mission, gemeinsam mit ihrem Forschungspartner Demenz und andere neurodegenerative Krankheiten zu bekämpfen. Dabei geht es um Grundlagenforschung, klinische Studien, die Versorgungsforschung sowie die Populationsforschung. Demenz ist die weltweit am weitesten verbreitete neurodegenerative Erkrankung. Allein in Deutschland leben derzeit rund 1,7 Millionen Menschen mit Demenz. Auch Morbus Parkinson, ALS, Chorea Huntington und die Creutzfeldt-Jakob-Krankheit zählen zu den neurodegenerativen Erkrankungen. Ihr gemeinsames Merkmal ist, dass sie durch einen langsamen, unaufhaltsamen Nervenzelltod gekennzeichnet sind, bis sich das Netzwerk der Nervenzellen langsam auflöst. Die Fähigkeiten zu sprechen, sich zu erinnern, Menschen zu erkennen oder Erinnerungen zu speichern, gehen allmählich verloren. Die Betroffenen verlieren sich sozusagen selbst. GESUCHT: EIN MEDIKAMENT GEGEN DEMENZ Bis heute gibt es kein Medikament, das Demenz heilen oder wenigstens den Krankheitsverlauf stoppen kann. Eine Reihe von klinischen Studien scheiterte in jüngster Vergangenheit in der letzten Phase. Diese Rückschläge quittierten große Pharmafirmen mit einem Rückzug aus der Demenzforschung. Doch angesichts der erwarteten Zunahme von Erkrankungen und den damit einhergehenden wachsenden gesamtgesellschaftlichen Herausforderungen darf die Demenzforschung kein Schattendasein führen. Im Gegenteil: Nur durch eine massive Ausweitung der Forschungsaktivitäten kann es gelingen, Demenzerkrankungen in Zukunft vorzubeugen oder sogar zu heilen. Zu den europaweit führenden Forschungszentren auf dem Gebiet der Neurodegeneration zählt das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE). Es wurde vor zehn Jahren vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit dem Auftrag gegründet, vorbeugende oder heilende Therapien zu entwickeln. Gemäß dem Motto „viel hilft viel“ will die Stiftung mit Geldauflagen und Spenden die Zahl der Forschungsprojekte in den nächsten Jahren deutlich erhöhen. Denn je mehr geforscht wird, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass wirksame Mittel bzw. Therapien gegen Demenz entwickelt werden.