Sie sind das Rückgrat der Johanniter- Unfall-Hilfe: Ohne das freiwillige Engagement von fast 36.000 Helfern wären die sozialen Dienste nicht aufrechtzuerhalten. Ob im Sanitätsdienst, im Bevölkerungs- und Katastrophenschutz, in der Soforthilfe oder im Hospizdienst – bei den Johannitern sind Ehrenamtliche in allen Bereichen aktiv.

DER SANITÄTSDIENST

Einer der größten Einsätze in der 65-jährigen Geschichte der Johanniter- Unfall-Hilfe war die Unterstützung beim 36. Deutschen Evangelischen Kirchentag 2017 in Berlin und Wittenberg: 2.300 ehrenamtliche Helfer aus dem ganzen Bundesgebiet sorgten fünf Tage lang mit rund 75.000 Helferstunden für das Wohl der Gäste – ob im Sanitätsdienst, in den Fahr- und Begleitdiensten für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen oder in der Kinderbetreuung.

DER BEVÖLKERUNGSSCHUTZ

Wenn Flüsse über die Ufer treten, ein Bagger auf einen Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg stößt oder ein größerer Verkehrsunfall die Leistungsfähigkeit des Rettungsdienstes an seine Grenzen bringt, ist die Hilfe der ehrenamtlichen Johanniter gefragt. Sie garantieren im Bevölkerungs- und Katastrophenschutz die Betreuung und Versorgung von Betroffenen und von professionellen Einsatzkräften. Gebäude müssen evakuiert, Unterkunftsmöglichkeiten für die zeitweilig obdachlos Gewordenen eingerichtet und medizinische Fachkräfte herangezogen werden, um die Krisenlagen zu bewältigen.

DIE SOFORTHILFE

Weltweit nehmen die Anzahl und das Ausmaß von Naturkatastrophen zu. Die Folgen des Klimawandels treffen die Entwicklungsländer dabei besonders hart. Überschwemmungen, Erd- und Seebeben sowie Stürme richten in einem Land, das bereits durch Krisen oder Kriege belastet ist, verheerende Schäden und Verluste an. Die schnelle Hilfe nach einer Katastrophe rettet unmittelbar Leben. Ein Schlüsselelement der professionellen Soforthilfe der Johanniter im Katastrophenfall sind die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer. Sie stehen nur wenige Stunden nach einer Katastrophe bereit, um den betroffenen Menschen zu helfen. Durch regelmäßige Fort- und Weiterbildungen sind sie jederzeit darauf vorbereitet, in ein Katastrophengebiet zu reisen.

ERSTHELFER VON MORGEN

Jonas* ist Ersthelfer von morgen. Der Fünfjährige ist stolz auf seine Urkunde, die bescheinigt, dass er erfolgreich in Erste-Hilfe-Maßnahmen ausgebildet worden ist. An zwei Nachmittagen pro Woche hat er im Erste-Hilfe-Kurs seines Kindergartens gelernt, welche ersten Schritte im Notfall zu unternehmen sind. Vom Absetzen des Notrufs, über das Trösten bis hin zur Wundversorgung. Ganz nebenbei lernen die Ersthelfer auch, wie wichtig es ist, für andere da zu sein und zu helfen. So werden wichtige Sozialkompetenzen wie Achtsamkeit und Zivilcourage vermittelt.

DER SCHULSANITÄTSDIENST

Jugendliche können als Schulsanitäterin oder Schulsanitäter aktiv sein und helfen, wenn Unfälle passieren und sich jemand verletzt. Nicht nur in der Schule, sondern auch in der Freizeit, beim Zeltlager, bei einem Konzert oder einfach beim Einkaufsbummel. In unserer Ausbildung lernen Schulsanitäter alles Notwendige für diese wichtige Aufgabe.

DER HOSPIZDIENST

Ehrenamtliche Hospizhelfer begleiten sterbenskranke Menschen zu Hause, in Krankenhäusern, Pflegeheimen und auch in stationären Hospizen. Regelmäßige Besuche, Hilfe bei der Pflege, Sitzwachen, Vorlesen, Zuhören oder einfach nur da sein, ermöglichen ein Sterben in Würde und entlastet die Angehörigen in so einer schweren Zeit. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter werden intensiv auf die Begleitung schwer kranker und sterbender Menschen vorbereitet. Durch regelmäßige Supervisionen und Fortbildungen werden sie unterstützt und ausgebildet.

Ohne die vielen ehrenamtlichen Helfer wäre der Einsatz der Johanniter-Unfall- Hilfe für das Wohl der Gemeinschaft nicht denkbar. 30 Stunden pro Jahr müssen sich alle ehrenamtlichen Retter dabei fortbilden. Aus gutem Grund – schließlich hängen von ihrem Können Menschenleben ab. Ob Fahrsicherheitstraining, Notfallkompetenz-Seminar oder das Update zu neuer Technik – die Ehrenamtlichen der Johanniter sind immer auf dem neusten Stand. Für ihre Schulung, Betreuung und Weiterbildung sind die Johanniter auch auf die Zuweisung von Geldauflagen angewiesen.

 

– Die Johanniter