In den Entwicklungsländern sterben mehr Menschen durch den oftmals fehlenden Zugang zu Operationen als durch Malaria, Tuberkulose und HIV zusammen. Mercy Ships bietet den Ärmsten in Afrika deshalb kostenlose chirurgische Behandlungen an.

Lahme gehen, Blinde sehen – solche Geschichten schreibt Mercy Ships seit fast vierzig Jahren mit dem Einsatz von Hospitalschiffen. Seit 2007 betreibt die Organisation mit der Africa Mercy sogar das größte private schwimmende Krankenhaus der Welt. Es steuert vornehmlich westafrikanische Länder südlich der Sahara an und ermöglicht den Ärmsten der Armen kostenlose Operationen.

Dort ist medizinische und therapeutische Versorgung besonders wichtig, denn in der Region gibt es durchschnittlich nur zehn Ärzte für 100.000 Einwohner. Behandelt werden zum Beispiel Grauer Star, Tumore, verkrümmte Gliedmaßen, gynäkologische Krankheiten, schwere Verbrennungen oder Zahnbeschwerden.

EIN SCHIFF MIT FÜNF OPERATIONSSÄLEN

An Bord des Schiffes befinden sich fünf Operationssäle und hochwertige medizinische Ausrüstung, wie zum Beispiel ein Computertomograf, Röntgengeräte und die Möglichkeit, satellitengestützte Ferndiagnosen zu stellen. Eine ständige Besatzung von über 400 ehrenamtlichen Mitarbeitern, darunter Ärzte, Chirurgen, Krankenschwestern und -pfleger, sorgen dafür, dass alle Patienten optimal versorgt werden. In 40 Jahren konnten schon mehr als 2,6 Millionen Menschen von unserer Arbeit profitieren. Eine Behandlung an Bord der Africa Mercy rettet oftmals nicht nur Leben, sondern verbessert auch die Lebensqualität der Betroffenen und bringt ihnen ihre Würde zurück.

Wir arbeiten jeweils etwa ein Jahr lang in einem Einsatzland, aktuell von Juni 2017 bis Juni 2018 in Douala in Kamerun, ab August 2018 in Guinea.

DAVID KANN ENDLICH WIEDER LACHEN

Im Jahr 2016 konnte Mercy Ships 1.551 lebensverändernde Operationen durchführen. Einer der Patienten war der jetzt 14-jährige David aus Benin. „Hast du einen Tennisball verschluckt?“, fragten ihn die Nachbarskinder früher hänselnd. Im Alter von fünf Jahren begann an seinem Hals ein Tumor zu wachsen. Seine Eltern konnten sich eine Operation nicht leisten, und so musste die Familie hilflos mit ansehen, wie der Tumor immer größer und allmählich lebensbedrohlich wurde. Darüber hinaus schämte sich David immer mehr und traute sich kaum noch aus dem Haus. Eines Tages war seine Mutter zufällig am Seehafen unterwegs und erfuhr von „einem großen weißen Schiff“,

das dort angelegt hatte und kostenlose Operationen anbot. Konnte David hier Hilfe finden? Sechs Tage lang warteten beide mit Tausenden anderen darauf, untersucht und vielleicht behandelt zu werden David hatte Glück! Begleitet von seiner Mutter begab er sich schließlich hoffnungsvoll in die Hände der ausländischen Operateure. Stunden später war die Geschwulst von seinem Hals entfernt!

Schnell erholte sich David, und als die Krankenschwestern auf seiner Station die Verbände zum ersten Mal wechselten, reichten sie ihm einen Spiegel. Er staunte nicht schlecht, denn zum ersten Mal nach acht Jahren sah er sein Gesicht ohne diesen „Tennisball“ an seinem Hals. „Als ich mich im Spiegel betrachtete, sah ich plötzlich einen sehr gut aussehenden Jungen“, erzählt David.

MIT BUßGELDZUWEISUNGEN LEBEN RETTEN

Mercy Ships ist zu 100 % spendenfinanziert und deswegen auch auf Ihre Bußgeldzuweisungen angewiesen. Mit Ihrer Zuweisung unterstützen Sie Operationen, helfen dabei, Kliniken zu renovieren, medizinisches Fachpersonal weiterzubilden oder medizinisches Verbrauchsmaterial wie Spritzen und Medikamente zu beschaffen. Helfen Sie mit, dass noch viele kleine und große Patienten in Afrika ein kleines oder auch großes Wunder erleben können.

 

– Mercy Ships