Seit über 900 Jahren setzen sich die Johanniter auf der Grundlage des christlichen Menschenbildes für Kranke und Bedürftige ein. In 94 Altenpflege-Einrichtungen in Deutschland steht der Mensch im Mittelpunkt. Der dritte Lebensabschnitt soll für die Bewohnerinnen und Bewohner der Johanniter Seniorenhäuser eine Zeit der Zuwendung und der Lebensfreude sein. Dabei spielt das Ehrenamt eine wichtige Rolle.

Durch die Corona-Pandemie ruhte in den letzten Monaten die ehrenamtliche Tätigkeit beim Besuchsdienst oder bei der Begleitung und Unterstützung von Gruppenangeboten in den Johanniter Seniorenhäusern. Dabei wurde noch einmal sehr deutlich, wie enorm wichtig die Arbeit der Ehrenamtlichen neben der Pflege durch Fachkräfte für alle Beteiligten ist. Denn die Ehrenamtlichen setzen die Arbeit dort fort, wo die hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an ihre Grenzen stoßen. Gerade in dieser außerordentlichen Situation der Pandemie sind sie erheblichen Mehrbelastungen ausgesetzt. Durch die Umsetzung der Hygiene-, Schutz- und Besuchskonzepte und die Durchführung von Schnelltests bei Besuchern arbeiten viele Pflegekräfte seit Monaten an der Grenze ihrer Belastbarkeit. Für die Bewohnerinnen und Bewohner der Johanniter Seniorenhäuser bringen die Ehrenamtlichen Freude sowie Abwechslung und gehen mit viel Empathie und Kreativität auf die Bedürfnisse der älteren und hilfsbedürftigen Menschen ein. Dadurch ist es möglich, alte Hobbys und Leidenschaften aufleben zu lassen oder am gemeinsamen Leben und an Aktivitäten teilnehmen zu können.

Im Johanniter-Stift Hannover-Ricklingen wurde beispielsweise noch vor Ausbruch der Pandemie eine richtige Werkstatt eingerichtet. Sie ist ausgestattet mit Werkbänken, Werkzeugen und vielen Materialien und erinnert somit auch an frühere Zeiten, als die Bewohnerinnen und Bewohner selbst noch gehämmert, gesägt und gehobelt haben. Gemeinsam planen alle zusammen, welche Projekte in den nächsten Wochen und Monaten als Erstes umgesetzt werden sollen. Angeleitet durch Ehrenamtliche entstehen hier viele schöne Dinge wie Holzsterne oder Insektenhotels.

Geldauflagen tragen dazu bei, dass ehrenamtliches Engagement seine volle Wirkung entfalten kann und die Menschen in den Einrichtungen der Johanniter Seniorenhäuser auch an ihrem Lebensabend schöne Momente genießen können.

„DIE EHRENAMTLICHEN MITARBEITERINNEN UND MITARBEITER SCHENKEN IHRE ZEIT UND IHRE ZUWENDUNG. ZUSÄTZLICH BENÖTIGT ES JEDOCH AUCH EINEN FINANZIELLEN EINSATZ, DAMIT WIR DIE RAHMENBEDINGUNGEN FÜR DIESE PROJEKTE SCHAFFEN KÖNNEN WIE Z. B. DIE AUSSTATTUNG EINER WERKSTATT FÜR UNSERE HOCHBETAGTEN BEWOHNERINNEN UND BEWOHNER.“

THOMAS NEEB, GESCHÄFTSFÜHRER DER JOHANNITER SENIORENHÄUSER

 

– Johanniter Seniorenhäuser