Die Bekämpfung des Coronavirus stellt Staaten weltweit vor riesige Herausforderungen. Für krisen- und katastrophenanfällige Länder sowie für Staaten, die unter bewaffneten Konflikten oder einem schwachen Gesundheitssystem leiden, ist die Eindämmung des Virus besonders schwierig. Das DRK hat deshalb seine Hilfen intensiviert.

Für das Deutsche Rote Kreuz steht fest, dass es nur mit vereinten Kräften und globaler Solidarität möglich ist, die ungehemmte Ausbreitung von Covid-19 einzudämmen und so Leben zu retten. Als Teil der Internationalen Rotkreuz und Rothalbmondbewegung unterstützt das DRK seine Schwestergesellschaften dabei, besonders gefährdete Menschen in Krisenregionen vor dem Coronavirus zu schützen. Ein Beispiel dafür ist Äthiopien.

KONKRETE HILFE IN ÄTHIOPIEN

Die dortige Regierung hat im März 2020 schnell mit Restriktionen auf die Ausbreitung des Coronavirus reagiert, unter anderem mit Grenz- und Schulschließungen. Dennoch ist die Sorge um eine Ausbreitung der Infektion groß, weil sehr viele Menschen in ärmlichen Verhältnissen unter unzureichenden Hygieneverhältnissen und eingeschränktem Zugang zu medizinischer Versorgung leben. Die Ressourcen zum Infektionsschutz sind begrenzt, und die Versorgung mit sauberem Trinkwasser nur zu 30 Prozent gesichert.

Das DRK unterstützt das Äthiopische Rote Kreuz im Rahmen eines Vorsorge- und Maßnahmenplans mit einer öffentlichen Aufklärungs- und Gesundheitskampagne. Damit sollen vorrangig besonders gefährdete Regionen in Bezug auf die Ausbreitung der Pandemie erreicht und die dort lebenden Menschen über das richtige Verhalten im Umgang mit dem Virus informiert werden. Um die gesundheitlichen und humanitären Risiken für die Bevölkerung zusätzlich zu mindern, werden in mehreren Gemeinden des Landes unter anderem die Wasserversorgung und die Ausstattung mit medizinischem Material verbessert, Desinfektionsstationen eingerichtet und Notfallambulanzen mit Schutzausrüstung versorgt.

Ähnliche Projekte unterstützt das DRK in anderen Krisenregionen wie Jemen, Syrien, Irak, Libanon, Palästina oder Marokko. Denn nur ein grenz- und länderübergreifender Ansatz kann die Ausbreitung des Coronavirus in den ärmsten und krisenanfälligsten Ländern der Welt begrenzen. Geldauflagen sind eine wichtige Unterstützung, um dieses Ziel zu erreichen.

 

– Deutsches Rotes Kreuz e. V.